Regionaler Erfahrungsaustausch der Wander- und Pilgerakademie im Erzgebirge:
“Welterbe trifft den Sächsischen Jakobsweg„
Am 16. August 2024 war es wieder soweit. Die Wegewart*innen, Wanderführer*innen, Pilgerbegleiter*innen, Naturparkführer*innen, Mitarbeiter*innen der Touristinfos sowie weitere vor allem ehrenamtlich in den Bereichen „Wandern, Pilgern, Kirche und Tourismus“ im Erzgebirge Tätige trafen sich zum jährlichen Vernetzungstreffen. Wir starteten in diesem Jahr zunächst im Veranstaltungsraum des „Schloss-Cafés“ in Freiberg. Bei einer kurzen Vorstellung zu Beginn wurde uns schnell klar, dass auch in diesem Jahr wieder sehr unterschiedliche Akteure von den Wander und Pilgerwegen des Erzgebirges vertreten waren. Erste Gespräche zum Austausch über die persönlichen Erfahrungen an den Wegen im Erzgebirge konnten beginnen. Begrüßt wurden wir von zwei Mitarbeiterinnen des Freiberger Amtes für Kultur-Stadt-Marketing. Besonders Tina Berthold, eine der beiden genannten Mitarbeiterinnen hatte schon im Vorfeld den weiteren Verlauf unseres Stadt-Rundganges intensiv vorbereitet. Als Teil des UNESCO-Welterbes Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří wollten wir die Spur des Silbers durch die historische Altstadt von Freiberg verfolgen. Unseren Stadtführer trafen wir im Hof des Schlosses. Dort gab es noch ein wenig Schatten und wir bekamen einen ersten Überblick zur Stadtgeschichte von Freiberg. Der Rundgang eröffnete uns weitere Blicke in die Vergangenheit und Gegenwart Freibergs. Die fachkundigen Erläuterungen des Stadtführers führten dazu, dass sich unser Wissen an diesem Tag enorm erweitern konnte. Einer der Höhepunkte der Tour war der Besuch des Freiberger Doms. Der Klang der Orgel und das geistliche Grußwort der Superintendentin, Frau Hiltrud Anacker, werden uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Unser weiterer Weg führte nun in die Tourist-Information und in die Räume der Gottfried-Silbermann-Gesellschaft e.V., am Schlossplatz. Sehr interessant waren die Informationen zu Gottfried Silbermann und zu seinen „besonderen“ Orgeln. Immer wieder war auch die Rede vom „Sächsischen Jakobsweg“, der ja durch Freiberg führt und mit viel ehrenamtlichen Engagement erhalten wird. Im Dom und in der Tourist-Information erhielten wir einen entsprechenden Pilgerstempel. Nun war es bereits Mittagszeit und unser Rundgang ging im Schloss-Café zu Ende. Bei einem leckeren Imbiss konnten wir uns wieder stärken. Inzwischen war auch Andrea Riedel, Geschäftsführerin der „terra mineralia“ und Direktorin des Stadt- und Bergbaumuseum Freiberg, bei uns angekommen. Sie hielt uns einen Vortrag zum Thema: „Welterbe im Museum und Ansätze musealer Präsentationen“. Inhaltlich beschäftigte sich der Vortrag vor allem mit der Frage, wie das Thema „Welterbe“ im Stadt- und Bergbaumuseum, bezogen auf die neue Dauerausstellung, umgesetzt werden kann.
Es folgten aktuelle Informationen vom Tourismusverband Erzgebirge e.V., die uns Anni Borrmann sehr anschaulich darstellte. Nun war es Zeit, noch intensiver ins Gespräch zu kommen, in welchen Bereichen die aktuellen Herausforderungen der Teilnehmenden liegen und welche Fragen aktuell zu beantworten sind. Wieder wurde deutlich, wie lebendig unser Netzwerk ist und wie sich alle Teilnehmenden auch in der Zukunft gut vernetzen können. Zum Ausklang gab es schmackhaften Kuchen und Kaffee. So manches persönliche Gespräch konnte noch geführt werden. Alle waren sich einig, dass es ein gelungener Tag war und dass man sich gern wiedersehen möchte und dies nicht erst beim REA im kommenden Jahr, bei dem wir voraussichtlich die Natur des Erzgebirges besonders in den Mittelpunkt stellen wollen.










