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Regionaler Erfahrungsaustausch (REA) im Bereich des Tourismusverbandes „Chemnitz. Zwickau. Region.“: Exkursion durch Wechselburg sowie Erfahrungsaustausch zur weiteren Vernetzung

„Industrie trifft Kultur trifft Natur – Ein Dreiklang der bewegt“ – Das ist das Motto der touristischen Region zwischen Zwickau und der Talsperre Kriebstein. Am 25. Oktober 2024 waren wir mit unserem REA in der genannten Region zu Gast, konkret in Wechselburg. Es war der letzte REA in diesem Jahr und damit aus meiner Sicht ein „krönender Abschluss“ für die 3. Auflage dieses Veranstaltungsformates in Sachsen. Wiederum gelang es, die Wegewarte, Wanderführer, Gästeführer, Pilgerbegleiter und viele weitere meist ehrenamtlich im Bereich „Wandern, Pilgern, Kirche und Tourismus“ tätige Frauen und Männern der Region einzuladen und miteinander zu vernetzen. „Kein Fremder durfte draußen zur Nacht bleiben, sondern meine Tür tat ich dem Wanderer auf…“ So kann man es auf der Webseite der Radwegekirche St. Otto in Wechselburg nachlesen. Entnommen ist dieser Vers dem Buch Hiob im Alten Testament. Das ist ein Satz, der für Wanderer und für Pilger gleichermaßen sehr wichtig ist. Eine große Herzlichkeit haben wir vom ersten Moment in Wechselburg empfunden, schon als wir die Kirche beraten. Pfarrer i.R. Christian Schmidt ließ uns teilhaben an seinem umfangreichen Wissen zur Baugeschichte der Kirche. Er verband dieses Wissen mit den theologischen Hintergründen der Details der Ausstattung der Kirche. Die Art, wie er sein Wissen weitergab, führten dazu, dass wir uns in der Kirche – trotz kühler Temperaturen – schnell wohlfühlen konnten. Ebenso konnten wir uns gut vorstellen, was die Menschen in dieser Kirche über die Jahrhunderte bewegt haben mag. Die Zeit verging wie im Fluge. Auf dem Weg zur Basilika des Kosters Wechselburg lernten wir Sven Burkhardt, den Referenten des Tages, näher kennen. Er ist Geograph und hat seine Masterarbeit an der TU Dresden dem Rochlitzer Berg und dem hier vorhandenen Gestein gewidmet. Am Kloster und an der Basilika schauten wir uns den Rochlitzer Porphyrtuff schon mal etwas näher an. Wir betrachteten markante Merkmale, die uns etwas über seine Entstehung, über seine Eigenschaften sowie über seine Nutzung verraten. Schon auf wenigen Metern konnten wir erkennen, wie das rötliche Gestein das Ortsbild prägt. Die Basilika hinterließ bei allen Teilnehmenden tiefe Eindrücke. Es ist schon erstaunlich, wie dieses Bauwerk, das vor 800 Jahren erbaut wurde, durch ihre Schlichtheit und romanische Strenge noch heute zum Schauen und stillen Verweilen einlädt. Auch heute gibt sie aber auch Zeugnis vom Glauben vergangener Zeiten, der durch unsere Zeit und bis in die Zukunft weist. Nun wurde es Zeit zum Aufbruch, um in unseren Tagungsraum im Gästehaus der Benediktiner zu gelangen. Herr Burkhardt war wieder an der Reihe. Sein Vortrag vertiefte die Hintergründe der internationalen Zertifizierung des Rochlitzer Porphyrtuffs als „Heritage Stone“. Wir hörten von der langen Kulturgeschichte rund um seine Nutzung und stießen u.a. auf einen vergessenen Meißner Markgrafen, auf kräftezehrende Abbaumethoden und auf Spuren ins ferne Straßburg…
Nun hatten wir uns eine Pause verdient. Ein leckerer Mittagsimbiss mit Produkten aus der Region war für uns schon vorbereitet worden. Bei erfrischenden Getränken konnten wir es uns schmecken lassen. Auch die Gespräche und der Austausch kamen in dieser Zeit nicht zu kurz. Anschließend gab es Neues vom Tourismusverband „Chemnitz. Zwickau. Region.“ zu hören. Dazu war Stefan Herold vom Tourismusverband aus Chemnitz angereist. Unser zweiter Gast an dieser Stelle war Holger Bartsch, der Pfarrer für „Chemnitz und die Europäische Kulturhauptstadtregion 2025“. Er berichtete von den im kommenden Jahr geplanten Programmen und vor allem vom „Kunst- und Skulpturenweg PURPLE PATH“. Die restliche Zeit diente dazu, dass sich alle Teilnehmenden noch besser kennenlernen und vernetzen konnten. In unserer Gesprächsrunde haben sie ihre konkreten Vorhaben und Fragen auf den Tisch gebracht und ihr Netzwerk in allen Richtungen erweitern können. Bei Kaffee und Kuchen nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung wurde die Gespräche fortgesetzt. Alle gingen mit neuen Ideen wieder nach Hause und alle freuen sich auf die REA‘s im kommenden Jahr.