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22.01.2026

Ein Chatbot für die Touristinformation

Wie aufwendig ist das wirklich?

Mikrofon auf grünem Hintergrund mit Schriftzug ‚Chatbots im Tourismus: Praxisbeispiele aus Leipzig und Potsdam‘ – Symbolbild für Video-Interviews zu Chatbots in Touristinformationen.

Chatbots halten zunehmend Einzug in Touristinformationen. Sie beantworten Fragen rund um die Uhr, unterstützen internationale Gäste und entlasten Mitarbeitende im Tagesgeschäft. Doch wie gelingt der Einstieg in das Thema? Und wie aufwendig sind Einführung, Betrieb und Pflege wirklich?

In zwei Video-Interviews geben Leipzig und Potsdam praxisnahe Einblicke in ihre jeweiligen Wege zum Chatbot – mit unterschiedlichen Ausgangslagen, aber ähnlichen Fragestellungen.

Digitale Gästeservices im Vergleich: Zwei Destinationen, zwei Ansätze

Im Rahmen unserer Interviewreihe zum Einsatz von Chatbots im Tourismus haben wir mit Vertretern zweier Destinationen gesprochen:

  • Leipzig Tourismus und Marketing GmbH
  • Potsdam Marketing und Service GmbH

Beide haben einen Chatbot eingeführt – jedoch mit unterschiedlichen strategischen Herangehensweisen.

Leipzig: KI-basierter Reisebegleiter für den 24/7-Gästeservice

Leipzig hat bereits früh auf einen KI-gestützten Chatbot gesetzt. Der digitale Reisebegleiter „LIO“ unterstützt bereits seit Februar 2025 Gäste rund um die Uhr und in über 30 Sprachen. Ziel ist es, den digitalen Gästeservice zu stärken und Mitarbeitende insbesondere in Touristinformationen zu entlasten.

Im Interview geht es unter anderem um:

  • die Bedeutung von Datenqualität für Chatbots
  • strategische Einbindung in bestehende Serviceprozesse
  • realistische Erwartungen an Kosten und Betrieb
  • warum ein Chatbot kein Ersatz, sondern eine Ergänzung des persönlichen Gästeservice ist

Hier geht es zum Interview mit Leipzig Tourismus

Potsdam: Chatbot als Teil eines Website-Relaunchs

Einen anderen Weg ist Potsdam gegangen. Hier wurde der Chatbot im Rahmen eines umfassenden Website-Relaunchs umgesetzt und direkt in die bestehende Systemlandschaft integriert.

Der Chatbot ist bereits live, befindet sich aber noch im Aufbau. Gerade diese frühe Phase liefert wertvolle Erkenntnisse – insbesondere für Destinationen, die selbst am Anfang stehen.

Zentrale Learnings aus Potsdam:

  • Die technische Umsetzung war überschaubar
  • Der größte Hebel lag in der Struktur und Qualität der Inhalte
  • Der Chatbot machte sichtbar, wo Informationen fehlten oder nicht aktuell waren
  • Datenschutz und Nutzerführung wurden von Beginn an mitgedacht

Hier geht es zum Interview mit Potsdam Marketing und Service

Was beide Beispiele zeigen

Ob Leipzig oder Potsdam:
Es gibt nicht den einen richtigen Weg zum Chatbot. Erfolgreich sind Lösungen, die:

  • in eine übergeordnete digitale Strategie eingebettet sind
  • realistische Ziele verfolgen
  • den Gästeservice ergänzen, nicht ersetzen
  • und kontinuierlich weiterentwickelt werden

Gerade für Touristinformationen kann ein Chatbot ein wertvolles Instrument sein – als zusätzlicher Servicekanal, als Unterstützung für Mitarbeitende und als Impulsgeber für bessere Daten und Inhalte.

Die beiden Interviews zeigen eindrücklich:
Digitale Innovation im Tourismus beginnt nicht bei der Technik, sondern bei klaren Zielen, guten Inhalten und einer realistischen Einschätzung der eigenen Ressourcen. Jetzt Interviews anschauen.

Digitalisierung beginnt mit einem Gespräch.
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© Canva

Kontakt:

Susann Postel

Tourismus 360 Grad Digital

+49 351 49191-25
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