Rückblick 2026 „Wald. Wasser. Wandern. – Verantwortung für die Erholung von morgen“
Die jährliche Veranstaltung von LTV SACHSEN und Sachsenforst stand in diesem Jahr unter dem Motto „Wald. Wasser. Wandern. – Verantwortung für die Erholung von morgen“. Das Treffen fand am 20.08.2026 im Haus Seeblick an der Talsperre Malter statt. Die Talsperre Malter ist ein beliebtes Naherholungsgebiet im Ortsteil Paulsdorf der Großen Kreisstadt Dippoldiswalde und dient hauptsächlich dem Hochwasserschutz und der Brauchwasserbereitstellung.
Ziel war es, die Zusammenhänge zwischen Wald, Wasser und Tourismus aufzuzeigen, die Auswirkungen des Klimawandels auf Natur- und Erholungsräume zu betrachten und gemeinsame Handlungsansätze für eine resiliente Entwicklung in Sachsen zu diskutieren.

Gemeinsame Verantwortung für resiliente Natur- und Erholungsräume
Wie verändern Trockenperioden, sinkende Wasserstände, Starkregen und andere Folgen des Klimawandels unsere Wälder, Gewässer und touristischen Erholungsräume?
Gemeinsam mit dem Staatsbetrieb Sachsenforst, der Landestalsperrenverwaltung Sachsen sowie zahlreichen Akteurinnen und Akteuren aus Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft und Tourismus wurde diskutiert, wie sich die natürlichen Grundlagen und touristischen Angebote in Sachsen langfristig sichern und an veränderte klimatische Bedingungen anpassen lassen.
Die zentrale Erkenntnis des Tages: Wald, Wasser und Tourismus sind eng miteinander verbunden und müssen stärker gemeinsam betrachtet werden.

Wald als Grundlage für stabile Landschaften
Aus forstlicher Sicht sind gesunde Wälder wichtig für den Wasserhaushalt ganzer Regionen. Sie speichern Niederschlag und beeinflussen den Wasserrückhalt in Böden, Bächen und Flüssen. Der Klimawandel mit Trockenheit, Hitze und Extremwetter setzt die Wälder zunehmend unter Stress. Ein wichtiger Ansatz ist daher der Waldumbau zu vielfältigen, stabilen Mischwäldern. Diese sind widerstandsfähiger und können zugleich wichtige Funktionen für Wald, Wasserhaushalt und Landschaft erfüllen.
Erholung braucht intakte Natur
Auch im Tourismus werden die Folgen des Klimawandels unmittelbar spürbar. Talsperren und Seen sind wichtige Anziehungspunkte für Gäste und Einheimische bieten zahlreiche Möglichkeiten zum Wandern, Baden, Radfahren, Campen und Wassersport. Niedrigwasser, Hitze, Trockenheit und Starkregen können jedoch Angebote und Infrastruktur beeinträchtigen. Deshalb müssen touristische Angebote klimaangepasst und resilient weiterentwickelt werden.
Talsperren als Schnittstelle von Wasser, Natur und Erholung
Das Beispiel der Talsperre Malter macht die Zusammenhänge besonders anschaulich. Talsperren erfüllen wichtige wasserwirtschaftliche Funktionen und sind gleichzeitig bedeutende Natur- und Erholungsräume.
Damit treffen unterschiedliche Anforderungen aufeinander: Wasserversorgung, Hochwasserschutz, Ökologie, Landschaftsschutz und Erholung müssen miteinander in Einklang gebracht werden.
Die Veranstaltung zeigte, dass diese Aufgaben nicht isoliert betrachtet werden können. Was im Einzugsgebiet geschieht, wirkt sich auf den Wasserhaushalt aus. Die Verfügbarkeit von Wasser beeinflusst wiederum die Möglichkeiten der touristischen Nutzung.
Gerade deshalb braucht es einen kontinuierlichen Austausch zwischen Forst, Wasserwirtschaft, Tourismus, Kommunen und weiteren Partnern.
mit KI erstelltKlimaanpassung als gemeinsame Zukunftsaufgabe
Eine weitere zentrale Erkenntnis des Austauschs: Resilienz entsteht nicht kurzfristig.
Maßnahmen im Wald wirken teilweise erst über viele Jahre. Auch touristische Infrastruktur muss langfristig geplant und an neue Rahmenbedingungen angepasst werden.
Dabei geht es nicht darum, einzelne Interessen gegeneinander auszuspielen. Vielmehr gilt es, gemeinsame Lösungen zu entwickeln und die unterschiedlichen Anforderungen frühzeitig zusammenzubringen.
Der Dialog zwischen den beteiligten Akteuren schafft dafür eine wichtige Grundlage: Wissen wird geteilt, unterschiedliche Perspektiven werden sichtbar und gemeinsame Handlungsfelder können identifiziert werden.
Exkursion: Zusammenhänge vor Ort erleben
Die anschließende Exkursion rund um die Talsperre Malter bot die Möglichkeit, die zuvor diskutierten Themen unmittelbar vor Ort zu betrachten.
Dabei wurden die Wechselwirkungen zwischen Wald, Wasser, Landschaft und Erholung konkret erfahrbar. Die Talsperre wurde damit nicht nur als touristischer Anziehungspunkt, sondern als Teil eines größeren Landschafts- und Wassersystems betrachtet.
Fazit: Gemeinsam für die Erholung von morgen
Der Informations- und Erfahrungsaustausch hat gezeigt: Die Zukunft unserer Natur- und Erholungsräume lässt sich nur gemeinsam gestalten.
Vielen Dank an den Staatsbetrieb Sachsenforst für die gemeinsame Organisation, an die Landestalsperrenverwaltung sowie alle Referentinnen, Referenten und Teilnehmenden für die fachlichen Impulse und den engagierten Austausch. Ein besonderer Dank gilt auch dem Tourismus-Team der Stadt Dippoldiswalde für die Unterstützung vor Ort.








