digital-Glossar Tourismus – Wichtige Begriffe verständlich erklärt
Geht es Ihnen auch so? Überall ist von Digitalisierung die Rede, doch viele Begriffe bleiben unklar. Schließlich sind wir keine IT- oder Online-Marketing-Expertinnen und -Experten, sondern Touristiker – nah am Gast und im Tagesgeschäft gefordert.
Umso wichtiger sind grundlegende Kenntnisse, um sich in der digitalen Welt orientieren zu können. Ob Online-Sichtbarkeit, Website, Buchungssysteme oder Zusammenarbeit mit Dienstleistern: Wer die wichtigsten digitalen Fachbegriffe kennt, kann besser einschätzen, mitreden und Entscheidungen treffen.
Wir lassen Sie dabei nicht allein.
Dieses Glossar unterstützt Sie dabei, digitale Begriffe aus Tourismus, Marketing und Technologie verständlich einzuordnen. Ziel ist es, Ihnen Sicherheit im Umgang mit digitalen Themen zu geben und Impulse für eine praxisnahe Digitalisierung in Ihrem Betrieb oder Ihrer Organisation zu setzen.
Ganz im Sinne unseres Auftrags „Digitalisierung lernen“ finden Sie hier eine Auswahl zentraler Begriffe – kurz erklärt, verständlich und mit Blick auf die Praxis im Tourismus.
Nicht alle Internetnutzer sind in der Lage, rein visuelle Inhalte zu erfassen, und auch Suchmaschinen verstehen grafische Inhalte bisher höchstens in Ansätzen. ALT-Attribute lösen dieses Problem, indem sie eine textliche Alternative zum Bild bereitstellen. ALT ist die Abkürzung für alternative und Attribut bedeutet Beschreibung, Ergänzung.
Im Einzelnen kommt das ALT-Attribut in folgenden Fällen zum Einsatz:
- Bildschirmlese-Programme für Sehbehinderte lesen den alternativen Text vor.
- Suchmaschinen wie Google analysieren den Inhalt des ALT-Textes, um zu erfahren, was in dem Bild zu sehen ist.
- Bei fehlerhaften Bild-Links oder nicht unterstützten Dateiformaten zeigen Webbrowser den Inhalt des ALT-Attributes an.
- Manche Internetnutzer schalten die Grafikanzeige im Browser aus, um das Laden der Seite zu beschleunigen oder Datenvolumen zu sparen. Auch in diesen Fällen zeigt der Webbrowser den Alternativtext an.
Das Backend ist der Teil einer Website, den man als normaler Nutzer nicht sieht. Es ist sozusagen der „Maschinenraum“, in dem alle wichtigen Abläufe und Daten verarbeitet werden. Im Backend werden alle Inhalte einer Website, wie Texte, Bilder etc. gespeichert, Benutzer verwaltete oder Buchungen verarbeitetet.
Ein praktisches Beispiel ist: Bei einer Hotel-Website sieht man Zimmer, Preise und das Buchungsformular. Das Backend ist der unsichtbare Bereich, in dem das Hotelpersonal Zimmerpreise, Buchungen und Inhalte verwaltet, damit alles für die Gäste reibungslos funktioniert.
Benutzerfreundlichkeit beschreibt, wie einfach eine Website oder eine App für einen Nutzer zu bedienen ist. Je benutzerfreundlicher eine Website ist, desto leichter können Nutzer de Website bedienen und es kommt zu weniger Frustration beim Gast.
Ein Backlink ist ein Link von einer externen Website zu Ihrer Website. Solche Verlinkungen werden von Suchmaschinen wie Google als Empfehlung interpretiert.
Bedeutung für SEO:
- Vertrauen & Autorität: Umso mehr thematisch passende Webseiten auf Ihre Seite verlinken, desto mehr Vertrauen baut Ihre Suchmaschinen auf
- Ranking-Faktoren: Hochwertige Backlinks zählen zu den wichtigsten Kriterien für ein gutes Ranking in den Suchergebnissen. Seiten mit vielen relevanten und qualitativen Backlinks erscheinen meist weiter oben.
Popularität & Sichtbarkeit: Viele gute Backlinks lassen eine Webseite glaubwürdiger wirken. Das steigert die Sichtbarkeit und zieht oft auch neue Nutzer an.
Ein Canonical Link (auch Canonical Tag, Canonical URL oder URL Canonicalization genannt) wird im Quellcode einer Webseite eingefügt, um auf die ursprüngliche Quelle des Inhalts der Seite zu verweisen. Das Markup wird verwendet, um Problemen mit Duplicate Content zu begegnen, welche vorliegen, wenn mehrere Seiten mit unterschiedlichen Urls den gleichen oder fast gleichen Inhalt aufweisen Beispiele: eine Website mit und ohne “www” abrufbar / eine Website ist sowohl über “http” als auch “https” abrufbar / Inhalte einer Seite sind über mehrere Versionen / URLs aufrufbar (z.B. Druckansicht, Sortierungen, usw.)
Durch den Canonical Link wird Suchmaschinen wie Google angezeigt, welche URL die Originalquelle darstellt und deshalb in den Suchergebnissen angezeigt werden soll. Dieser wird als Meta Tag in jeder URL zu einer Seite eingefügt und verweist auf die kanonische URL.
Ein Chatbot ist ein digitales Programm, das automatisch mit Menschen über Text oder Sprache kommuniziert – ähnlich wie ein Gesprächspartner im Internet. Man stellt ihm eine Frage oder schreibt etwas, und der Chatbot antwortet direkt. Er wird oft auf Webseiten oder in Apps eingesetzt, zum Beispiel, um bei Fragen zu helfen, Informationen zu geben oder einfache Aufgaben zu erledigen. Chatbots arbeiten rund um die Uhr und nutzen oft künstliche Intelligenz, um möglichst passende Antworten zu geben.
Crawlbarkeit beschreibt, wie gut Suchmaschinen, wie Google eine Website durchsuchen und ihre Inhalte erfassen können. Umso leichter die Crawlbarkeit, desto leichter finden Suchmaschinen alle Seiten, Texte und Bilder und können sie in den Suchergebnissen anzeigen. Verschiedene Faktoren, wie eine klare Seitenstruktur, funktionierende Links und gut lesbare Texte verbessern die Crawlbarkeit einer Website.
Cascading Style Sheets (CSS) ist eine Programmiersprache, die es ermöglicht, das Design von elektronischen Dokumenten zu bestimmen. Mit Hilfe von HTML kann die komplette Struktur einer Website vordefiniert werden. Designs für Websites (Aussehen und Layout) werden über CSS erstellt.
Minifizieren // Komprimieren mit GZiP // Zusammenführen von CSS- und JavaScript-Dateien
Die Aktivierung der GZIP-Komprimierung auf dem Webserver ist eine der einfachsten und effizientesten Möglichkeiten Webseiten zu beschleunigen. Datenkompression im Web ist der Prozess der Verkleinerung der von Webseiten übertragenen Daten. Abhängig vom Datentyp – Text, Bilder, Stylesheets, Skripte, Schriften – gibt es verschiedene Möglichkeiten, Daten zu komprimieren.
Alle modernen Browser enthalten standardmäßig Support für die GZIP-Komprimierung. Um deinen Benutzern die komprimierten Ressourcen ohne Probleme zur Verfügung stellen zu können, musst du deinen Server jedoch richtig konfigurieren.
Test: https://www.giftofspeed.com/gzip-test/
INFOS: https://kinsta.com/de/blog/gzip-komprimierung-aktivieren/
Das hreflang-Linkattribut (auch hreflang Anmerkung genannt) wird verwendet, wenn auf einer Webseite verschiedene Sprachen oder Inhalte mit regionalen Abweichungen vorhanden sind, und dient dazu, Suchmaschinen mitzuteilen, welche URLs für welche Sprachen und Regionen genutzt werden sollen. Grundsätzlich muss jede Seite, auf welche mit einer Sprache verwiesen wird, auf die verweisende Seite mit der entsprechenden Sprache zurückverweisen. Das bedeutet: wenn eine deutsche Seite auf die englische Version dieser Seite verweist, muss die englische Seite auch auf die deutsche Version zurückverweisen (bidirektionale Verlinkung, vgl. Abbildung rechts). Ansonsten kann es dazu kommen, dass die hreflang-Anmerkungen von Google ignoriert oder falsch interpretiert werden. Außerdem müssen Sprach- bzw. Ländercodes korrekt gemäß ISO-Norm angegeben werden. Die hreflang Anmerkung stellt zwar keinen direkten Ranking-Faktor dar, kann sich aber dennoch indirekt auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO) einer Webseite auswirken. So kann beispielsweise bei fehlenden oder falsch gesetzten hreflang-Links der Inhalt zweier alternativer Sprachversionen von Google als Duplicate Content gewertet werden, was sich negativ auf das Ranking dieser Seiten auswirken kann.
HTML bedeutet Hypertext Markup Language (deutsch: Hypertext-Auszeichnungssprache) und dient dazu, textbasierte Inhalte eines Webdokumentes zu strukturieren. Dabei werden nicht nur Inhalte darin ausgezeichnet, sondern auch Meta-Informationen, die diese Inhalte beschreiben. Mit Hilfe von HTML kann die komplette Struktur einer Website vordefiniert werden.
Da normale HTML-Seiten absolut statisch und starr sind und auch nicht sehr viele Möglichkeiten bieten, greifen Programmierer auf Javascript zurück, wenn sie ihren Besuchern ein wenig Komfort bieten wollen. Webseiten können so dynamisch geändert werden, ohne immer die gesamte Seite neu übertragen zu müssen.
Die von Google gehosteten Bibliotheken sind ein stabiles, zuverlässiges und global verfügbares Content-Distribution-Netzwerk für die beliebtesten Open-Source-JavaScript-Bibliotheken. à funktioniert über eine Google API
Google arbeitet für jede Bibliotheksarbeit direkt mit den wichtigsten Stakeholdern und akzeptiert die neuesten Versionen, sobald diese veröffentlicht werden.
Zum Laden der gehosteten Bibliothek kopieren man ein HTML-Snippet für diese Bibliothek und fügt sie anschließend auf seiner eigenen Webseite ein.
„Keywords“ sind Suchbegriffe bzw. Schlagwörter, die Nutzer*innen in Suchmaschinen (z.B. Google) eingeben um Informationen, Produkte oder Dienstleistungen zu finden. Sie bestehen meist aus einzelnen oder mehreren Worten.
SEO hat das Ziel, dass eine Website in Suchmaschinen möglichst weit oben angezeigt wird. Inhaltlich fundierte und spezifische Keywords spielen dabei eine zentrale Rolle:
- Ausrichtung auf die Zielgruppe: durch die Verwendung von richtigen Keywords, findet deine Zielgruppe leichter deine Website.
- Bessere Sichtbarkeit: Suchmaschinen erkennen durch Keywords, worum es auf einer Website geht, und können sie dadurch in den Suchergebnissen passend anzeigen.
Wettbewerbsvorteil: Wer gezielt Keywords einsetzt (besonders Long-Tail Keywords), kann sich von Konkurrenten abheben.
Ein Long-Tail Keyword ist ein langer und sehr spezifischer Suchbegriff. Im Gegensatz zu typischen kurzen allgemeinen Keywords wird ein Long-Tail-Keyword zwar viel seltener gesucht, dafür ist die Konkurrenz deutlich geringer. Die Nutzer von Long-Tail-Keywords sind meist schon viel genauer an einem bestimmten Produkt, Service oder Thema interessiert. Dadurch lassen sich bestimmte Zielgruppen genauer und direkter ansprechen.
Ein Beispiel:
- Short-Tail-Keyword: „Urlaub Sachsen buchen“
Long-Tail-Keyword: „Wandern im Nationalpark Sächsische Schweiz mit Hund buchen“
Eine Meta Description ist ein kurzer Text, der im HTML-Code einer Website hinterlegt wird. Er beschreibt knapp den Inhalt einer Seite und erscheint meist unter dem Titel in den Suchergebnissen von Google. Eine Meta Description hilft den Nutzern direkt zu verstehen, worum es auf der Seite geht. Für Suchmaschinen ist sie ein wichtiger Hinweis, um den Seiteninhalt einzuordnen.
Minifizierung bedeutet, dass alle für die Lesbarkeit des Codes angelegten Elemente (also Zeilenumbrüche, Leerzeichen, Einrückungen, unnötige Semikolons und Kommentare) aus der Datei genommen werden, um die Dateigröße zu verringern. Auch das Umbauen von komplexeren Ausdrücken in einfachere Ausdrücke gehört dazu.
https://raidboxes.io/blog/hosting-performance/reduce-minify-css-html-javascript/
Das gesamte Internet basiert auf Links. Über diese Verweise bzw. Verknüpfungen hangeln sich User*innen und Suchmaschinencrawler von Webseite zu Webseite und von Themenseite zu Themenseite. Ohne Links wäre das Internet kaum funktionsfähig.
Suchmaschinen verstehen Links als Empfehlung. Daher fließen diese für die Zielseite positiv in den Algorithmus. Genau das wurde aber in der Vergangenheit immer mehr zum Problem. Denn Werbebanner, Affiliate-Links oder Links in Gastbeiträgen und Pressemitteilungen konnten die Suchmaschinen lange Zeit nicht besonders gut von echten Empfehlungen unterscheiden.
Google war der Auffassung, dass derartige Links nicht als redaktionelle Empfehlung gelten dürften. Denn der Webseitenbetreiber hat dafür eine Gegenleistung erhalten: Geld, Content, eine Provision, eine Ware oder einen Gegenlink. Dadurch waren die Rankings verzerrt.
Als eine der Reaktionen auf diese Verzerrung der Rankings schuf Google 2005 das Link-Attribut „nofollow“. Es soll Links entwerten, die auf eine Gegenleistung beruhen.
In der Praxis fordern dich zum Beispiel die Webmaster-Guidelines von Google auf, folgende Verweise kennzeichnen:
- Werbung (Text und banner),
- Affiliate-Links/Partnerlinks,
- gekaufte Links,
- Links in Pressemeldungen und in Unternehmensinfos,
- Links in Gastbeiträgen und zu einem externen Profil des Verfassers,
- Links zu nicht vertrauenswürdigen Inhalten
- Links zu Social Media Plattformen.
Du solltest dich an diese Empfehlung halten. Denn eine fehlende Kennzeichnung von solchen Links kann zu einer Strafe führen. Zum einen können Suchmaschinen das im Algorithmus berücksichtigen, zum anderen könntest du sogar — berechtigt oder nicht — eine manuelle Strafe wegen eines unnatürlichen Linkschemas erhalten.
Wird ein Link mit dem Attribut „nofollow” versehen, wird Google dem Link nicht folgen. Damit liefert der NoFollow Tag der verlinkten Webseite auch keine Vorteile in puncto Ranking, da eben kein Linkjuice (Power) weitergegeben wird.
Die Onlinesichtbarkeit zeigt, wie gut ein Unternehmen, eine Website oder eine Marke im Internet gefunden und wahrgenommen wird. Je höher die Onlinesichtbarkeit, desto öfter wird eine Website oder ein Profil in Suchmaschinen, sozialen Netzwerken ect. angezeigt. Sie hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von SEO, Social Media Aktivität, Online Werbung und von qualitativen Inhalten.
Rendering-Blocking-Ressourcen verlangsamen die wahrgenommenen Seitenladezeiten einer WordPress-Seite, indem sie die Browser der Besucher zwingen, das Rendern von „above the fold“-Inhalten zu verzögern, während der Browser Dateien herunterlädt, die nicht sofort benötigt werden.
Um Besuchern zu helfen, den sichtbaren Teil deiner Seite schneller zu laden, solltest du das Laden von Ressourcen, die nicht sofort benötigt werden, verzögern.
Um Render-Blocking Ressourcen in WordPress zu eliminieren, kannst du Plugins von der Stange verwenden.
Suchmaschinenoptimierung (SEO) bezeichnet alle Maßnahmen, die eine Website besser für Suchmaschinen wie Google sichtbar machen. Ziel ist es das die Website bei relevanten Suchanfragen möglichst weit oben in den Suchergebnissen erscheint. Dazu gehören zum Beispiel:
- Passende Schlüsselwörter
- Gut strukturierte Texte
- Schnelle Ladezeiten
- Qualitativ hochwertige Inhalte
Social Recruiting bezeichnet die gezielte Suche und Gewinnung neuer Mitarbeiter*innen über soziale Netzwerke wie LinkedIn, Xing, Facebook oder Instagram. Unternehmen nutzen dazu Posts, Stellenanzeigen oder spezielle Kampagnen, um auf offene Stellen aufmerksam zu machen und direkt mit Interessierten in Kontakt zu treten.
Eine Sitemap ist eine Datei, in der Informationen zu Seiten, Videos und anderen Dateien auf einer Website sowie zu den Zusammenhängen zwischen diesen Dateien angibst. Suchmaschinen wie Google lesen diese Datei, um deine Website effizienter crawlen zu können. Eine Sitemap gibt Google Auskunft darüber, welche Seiten und Dateien auf einer Website für besonders wichtig gehalten werden, und sie liefert dazu wertvolle Zusatzinformationen, z. B. darüber, wann eine Seite zuletzt aktualisiert wurde, oder zu alternativen Sprachversionen der Seite.
auf das <img>-Tag anwenden lässt, ist TITLE ein Universalattribut, welches die meisten HTML-Elemente unterstützen. Sein Zweck ist das Hinzufügen von Kommentaren, kurzen Erläuterungen oder zusätzlichen Informationen. Webbrowser zeigen den TITLE-Inhalt beim Überfahren mit der Maus als Tooltip an. Aufgrund der Bedeutung für Barrierefreiheit und Usability sind Alternativtexte für SEO wichtiger als der Bildtitel. Daher ist ALT eine Pflichtangabe, wohingegen TITLE nur sparsam und umsichtig zum Einsatz kommt.
Sinn und Zweck war es, Bilder effizienter im Internet präsentieren zu können, ohne starke Einbußen in der Qualität zu haben. Laut Angaben von Google können PNG-Bilder verlustfrei bis zu 26% in ihrer Dateigröße reduziert werden, wohingegen JPEG-Bilder verlustbehaftet 25-34% verkleinert werden können.