REISELAND SACHSEN itB 2018 21 schen im Ausland. Laut rA lag spanien 2017 mit 13,1 % an der spitze. Dahinter folgte italien mit 8,3 %. Die türkei mach- te mit 5,7 % einen Platz gut, überholte Österreich (5 %) und lag deutlich vor Griechenland (3,9 %). Auch die Aussichten für 2018 sind bes- tens: Für fast 70 % der Bevölkerung stand schon im Januar fest, dass sie si- cher oder wahrscheinlich verreisen. Nur 11 % sind laut rA sicher, dass sie 2018 nicht in den Urlaub fahren werden. Ob- wohl die Ausgaben für reisen schon 2017 mit 73,4 Milliarden gegenüber 67,5 Milliarden im Jahr 2016 ein rekord- niveau erreicht hatten, scheint es bei den Urlaubsausgaben weiter nach oben zu gehen: 30 % wollen in 2018 mehr aus- geben, nur 13 % planen, zu sparen. Mehr unter: www.fur.de. Mehr Gäste in ostdeutschland – wirt- schaftliche Kraft im Beherbergungs- gewerbe gestiegen Die Qualitätsinitiativen im ostdeutschen tourismus wirken: Die Nachfrage steigt und die Gäste sind zufriedener. Das geht aus dem 21. sparkassen-tourismusba- rometer des Ostdeutschen sparkassen- verbandes (OsV) hervor. 2017 besuch- ten 27,5 Mio. Gäste Ostdeutschland, die 80,4 Mio. Übernachtungen generierten, mehr als je zuvor. Dennoch lag Ost- deutschland mit einem Übernachtungs- plus von 1,2 % insgesamt unter der ent- wicklungsdynamik der westdeutschen Bundesländer. zünglein an der Waage war 2017 Mecklenburg-Vorpommern, das eine Wachstumspause einlegte. WIRTSChAFTSKRAFT IM oSTDEUTSChEN BEhERBERGUNGSGEWERBE STEIGT Umsatzrendite 2004 bis 2009: 4,8 % 2010 bis 2016: 7,5 % Investitionsquote 2004 bis 2009: 1,8 % 2010 bis 2016: 2,3 % Quelle: 21. OsV-tourismusforum, dwif 2018 cash-Flow 2004 bis 2009: 13,8 % 2010 bis 2016: 15,2 % Die beiden dynamischsten Bundeslän- der im tourismus in Ostdeutschland 2017 waren sachsen und sachsen-An- halt. Besonders auf lokaler ebene, so auch in den thüringischen städten war der Luther-effekt definitiv zu spüren. Denn neben den Übernachtungszahlen profitierten in der Freizeitwirtschaft vor allem die stadtführungen und die the- menbezogenen Ausstellungen. Die positive Konjunktur lässt zwar die zentralen betriebswirtschaftlichen Kenn- zahlen im Beherbergungsgewerbe wie die cash-Flow-rate, die Umsatzrendite und die investitionsquote auf ein re- kordhoch steigen (vgl. Abbildung oben), die Konkurrenzsituation wird sich aber weiter verschärfen. hier gilt es, sich nach außen klarer zu positionieren und nach innen bestehende Prozesse professi- oneller zu gestalten. Laut sparkassen- tourismusbarometer wird der Beherber- gungsmarkt der zukunft im Wesentlichen durch vier hauptbetriebstypen geprägt sein: Budgetbetriebe, Konzeptbetriebe, Luxusbetriebe und Kettenbetriebe. Für alle hoteltypen gilt: allein mit klassischen Übernachtungs- und Frühstücksange- boten überzeugen die hotels auf Dauer nicht. Gäste suchen praktische Angebote oder erlebnisse, das Ausgefallene. Die lo- kale Unternehmerschaft muss bereit für Veränderungen sein und die Profilierung aktiv wollen. Aufgabe der steuerungsebe- ne ist es, die rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung der bestehenden Be- triebe zu optimieren und ein aktives An- siedlungsmanagement zu betreiben. Mehr unter: www.osv-online.de. ah herzlichen Glückwunsch an die Sächsische Schweiz in Kooperation mit dem tou- rismusverband sächsische schweiz e. V. wurde der re- gionale tourismusunterneh- mer sven-erik hitzer für die Kampagne „Winter(t)räume sächsische schweiz“ mit dem OsV MarketingAward – Leucht- türme der tourismuswirtschaft 2018 ausgezeichnet. herzli- chen Glückwunsch! Die nächste ItB Berlin findet vom 6. bis 10. März 2019 statt. Kontakt LTV SAChSEN Andrea Kis referentin Grundsatzfragen telefon 0351 49191-12 e-Mail kis@ltv-sachsen.de www.ltv-sachsen.de Quellen: iPK international, World travel Monitor, 2018; rA 2018 face to face; 21. OsV-tourismus- forum, dwif 2018