Landestourismusverband Sachsen - LTV
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Aktuelles

01.12.2011 | News

Neue EU-Tourismusstatistikverordnung tritt in Kraft

Aussagekraft der amtlichen Statistik erhöht sich ab 2012

Die amtliche Tourismusstatistik innerhalb der Europäischen Union hat erstmals seit dem Jahr 1995 eine grundsätzliche Überarbeitung erfahren. Die Verordnung über die europäische Tourismusstatistik trat am 11. August 2011 in Kraft und löste die bestehende EU-Richtlinie zur Tourismusstatistik ab. Insbesondere in der Beherbergungsstatistik dürfte sich die Aussagekraft und Vergleichbarkeit der nationalen Kennziffern deutlich gegenüber dem Status quo verbessern. 

Mit der Verabschiedung in Brüssel zeichnen sich auch Änderungen für die Beherbergungsstatistik in Deutschland ab, die ab Januar 2012 wirksam werden:
  1. Jährlicher und monatlicher Ausweis einer Nettobelegungsrate der Zimmer in Hotels, Gasthöfen und Pensionen für Beherbergungsbetriebe mit 25 oder mehr Zimmern.
  2. Anhebung der Grenze der Berichtspflicht zur Beherbergungsstatistik von neun auf zehn oder mehr Schlafgelegenheiten/Betten.
  3. Jährlicher Ausweis der Nettobelegungsraten der Betten und der Zimmer nach Größenklassen (< 25 Zimmer, < 99 Zimmer, ≥ 100 Zimmer).
  4. Ausweis der Anzahl der Betriebe mit einem oder mehreren Zimmern für Personen mit eingeschränkter Mobilität, einschließlich Rollstuhlfahrer, alle drei Jahre.

Für die Hotellerie in Deutschland ist insbesondere die Wiedereinführung des jährlichen und monatlichen Ausweises der Zimmerauslastung als zentraler Betriebskennziffer wichtig. Damit wurde einer langjährigen Forderung von DEHOGA Bundesverband und Hotelverband Deutschland (IHA) Rechnung getragen wurde. Die Abschneidegrenze bei 25 und mehr Hotelzimmern ist ein Kompromiss, der die Datenqualität nicht allzu sehr beeinträchtigen sollte.

Der Nachweis der Zimmerauslastung war in Deutschland gegen den ausdrücklichen Willen der Hotellerie zum 1. Juli 2005 – nach nur knapp zwei Jahren der Erfassung – aus der deutschen Beherbergungsstatistik wieder gestrichen worden. Dadurch stehen seit dem Jahr 2005 keine Angaben mehr zur Zimmerauslastung aus amtlicher Quelle zur Verfügung. Stattdessen wurde nur noch die für die Branche erheblich weniger aussagekräftige Bettenauslastung ermittelt.

In Deutschland wird die EU-Tourismusstatistikverordnung durch ein Gesetz zur Änderung des Beherbergungsstatistikgesetzes und des Handelsstatistikgesetzes umgesetzt werden, dessen Entwurf zur Beratung bereits in den Bundesrat eingebracht ist.
(Quelle: DEHOGA Bundesverband)
 
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