Landestourismusverband Sachsen - LTV
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20.06.2014 | News  | Aus den Desinationen

Elberadweg soll neu beschildert werden

Am Freitagvormittag unterzeichneten Landkreise, Städte, Kommunen und Verbände eine Absichtserklärung für ein neues Beschilderungskonzept des sächsischen Elberadwegs. Damit erhält der Radweg erstmals ein einheitliches Aussehen.

Elberadweg wird neu beschildert
Der sächsische Abschnitt des Elberadwegs erhält ein neues Beschilderungskonzept. Dies beschlossen am Freitagvormittag die anliegenden Landkreise, Städte, Kommunen und Tourismusverbände mit Unterzeichnung einer Absichtserklärung in der Dreikönigskirche in Dresden. Damit wird der Fernradweg in Sachsen erstmals einheitlich und Landkreis übergreifend ausgeschildert. Es ist ein Meilenstein, den die Koordinierungsstelle Elberadweg Süd, die an den Tourismusverband Sächsische Schweiz (TVSSW) angegliedert ist, erreicht. Die finanziellen Mittel stellt der Ostdeutsche Sparkassenverband (OSV) im Rahmen seiner im vergangenen Jahr beschlossenen Fluthilfemaßnahmen zur Verfügung. Ein beträchtlicher Teil der Mittel war für die Belebung des Tourismus bestimmt.

„Die unkomplizierte Unterstützung seitens des OSV ist ein großes Glück für den Elberadweg“, sagt Klaus Brähmig MdB, Vorsitzender des TVSSW. „Seit Jahren kämpfen wir für eine moderne, geschlossene Beschilderung. Nun können wir es angehen.“ Die Mittel sind Teil eines umfangreichen Hilfspaketes, das der OSV, die Sparkassen-Mitglieder und kommunalen Träger nach dem Juni-Hochwasser 2013 zur Verfügung stellten. Unter der Koordinierung des Landestourismusverbandes Sachsen (LTV) wurde mit den Akteuren abgestimmt, die Mittel gezielt für die Aufwertung des stark geschädigten Elberadweges einzusetzen. Auf Vorschlag des LTV wurde die Projektumsetzung an die Koordinierungsstelle Elberadweg übertragen.

„Als wir im vergangen Jahr umfangreiche Mittel für die Beseitigung von Flutschäden zur Verfügung gestellt haben, war es uns wichtig, zusätzlich zur Unterstützung vieler kleiner Vereine und Einrichtungen für Kinder, auch die für die neuen Länder so bedeutende Tourismuswirtschaft zu stärken“, erklärte Dr. Michael Ermrich, Geschäftsführender Präsident des OSV bei der Spendenübergabe. „Der Elberadweg ist eine tragende Säule des Tourismus in unserem gesamten Verbandsgebiet, sie muss gut vermarktet werden.“

Im Rahmen des neuen Konzeptes wollen Verkehrsplaner die über zehn Jahre alten Schilder, die Fahrbahnqualität, die Routenführung, Sicherheit und Anbindung an den öffentlichen Verkehr analysieren und optimieren. Standorte und Pfosten der bestehenden Beschilderung sollen möglichst Weiterverwendung finden. Zudem sollen Ortseingangsschilder, Informationstafeln, temporär errichtbare Umleitungsschilder und die besten Standorte für Rastplätze, Schutzhütten und Fotoaufnahmen Inhalt des Konzeptes sein. Mit der neuen Beschilderung kann die Koordinierungsstelle die Spitzenposition, die der Fernradweg als beliebtester und meist befahrener in Deutschland seit zehn Jahren ungeschlagen innehält, stärken.

Andreas Lämmel MdB, Präsident des LTV, blickte in die Zukunft: „Ziel aller Akteure sollte es sein, die ADFC-Klassifizierung für den Elberadweg anzugehen und so den Weg mit Sternen zu veredeln.“ Daher orientieren die Planer sich nicht nur an der Radverkehrskonzeption des Freistaates Sachsen, der Landkreise und Städte, sondern auch an den deutschlandweiten ADFC-Kriterien für Qualitätswege.

„Eine gute Beschilderung erhöht auch die Sicherheit“, erklärte Brähmig. Wer sich an Kreuzungen und Abzweigen schnell und einfach zurecht fände, könne sich besser auf Fußgänger und andere Radfahrer konzentrieren. Es gelte natürlich weiterhin das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme, so der Verbandschef, der persönlich eine Helmpflicht für Fahrradfahrer in Deutschland befürwortet. Mittelfristig wünsche er sich eine eigene Koordinierungsstelle Infrastruktur, die sich fortwährend um die Belange der Radfahrer in Fragen der Sicherheit und Wegequalität kümmere.

Die Absichtserklärung bekräftigt das gemeinsame Interesse aller Beteiligten an dem Mammutprojekt, das voraussichtlich ab 2015 umgesetzt wird. Beteiligt sind neben dem TVSSW als Projektträger auch der LTV, der Tourismusverband Sächsisches Elbland, die Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Meißen und Nordsachsen sowie alle anliegenden Städte und Kommunen.

Der Elberadweg ist ein Radfernweg zwischen Cuxhaven und Prag. Er ist wichtiger Bestandteil des SachsenNetz Rad, der Deutschlandrouten D 10 und der Euro Velo Route E 7. Der sächsische Abschnitt des Elberadwegs umfasst über 300 Radwanderkilometer beiderseits der Elbe.

www.elberadweg.de

Herausgeber:
Koordinierungsstelle Elberadweg Süd
c/o Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V.
Bahnhofstr. 21, 01796 Pirna
www.saechsische-schweiz.de

Pressekontakt:
Anne Jungowitz
THIEL Public Relations e.K.
T: +49 351 3148892
presse@saechsische-schweiz.de

Über den Elberadweg:
Der Elberadweg verläuft entlang der Elbe quer durch Deutschland und weiter an der Labe in Tschechien. Er beginnt in Cuxhaven und Brunsbüttel und endet in Prag. Insgesamt umfasst der Fernradweg 1260 Kilometer, davon 840 auf deutscher Seite und 420 auf tschechischer Seite. Das Elberadweg-Logo weist Radfahrern den Verlauf. Die Koordinierung verteilt sich auf vier Regionen: Teil Nord, Teil Mitte, Teil Süd und Teil Tschechien. 2014 wurde der Elberadweg vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub ADFC zum zehnten Mal in Folge als Deutschlands beliebtester Radfernwanderweg gewählt.

Foto: Copyright Sebastian Thiel - THIEL Public Relations
 
 
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